KLAUS U. HILSBECHER
KLAUS U. HILSBECHER

NEUES GLAS & ARCHITEKTUR

NO. 2/2017 S. 22-27

 

Der Künstler Klaus U. Hilsbecher

 

Publisher: Uta Klotz

www.neuesglas-newglass.com

 

 

 

JOURNAL IN RHEINKULTUR
FRÜHJAHR 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GLAS als Material der Kunst seit 1960

Dr. Anja Kregeloh

Shaker Verlag Aachen

ISBN 978-3-8440-3872-9

Düsseldorf

Neue Ideen für das alte Ballhaus

Von Helga Meister

mit einem Kommentar von Helga Meister

Im Gebäude im Nordpark finden nur noch wenige Veranstaltungen statt.

 

Düsseldorf. Das Ballhaus im Nordpark ist ein helles, luftiges, recht ungewöhnliches Gebäude. Seine Geschichte unter diesem Namen beginnt nach dem Weltkrieg, als das Gebäude der sportlichen Ertüchtigung der Engländer diente. Es hat ein wunderbares Vorbild, „Clärchens Ballhaus“ in Berlin. Diese Adresse steht für Berlins Szene-Club. Die Gäste tanzen sich dort ins Glück. In Düsseldorf lässt der Ort keine Herzen höher schlagen. Man könnte die Atmosphäre eher als „tote Hose“ bezeichnen. Muss das so sein? Warum wird das Gebäude nicht wieder zum Ballhaus, zumindest sporadisch?

Gartenamt erklärt das schöne Gebäude nicht im Internet

Der eingeschossige, langgestreckte Baukörper stammt von Fritz Bauer aus dem Jahr 1938. Seine Fenster- und Türöffnungen reichen bis zum Boden, so dass eine offene Halle entsteht, mit Ausgang zu beiden Breitseiten in den Nordpark und damit in die Natur. Musik würde also niemanden stören. Im Gegenteil, Tanz und Sport sind von Anfang an einkalkuliert worden.

Nach Auskunft des Denkmalschützers Jörg Heimeshoff ersetzte die Gartenhalle 1938 das Café der Konditorei-Innung, das für die Ausstellung „Schaffendes Volk“ 1937 errichtet worden war. Nach dem Krieg waren es die Soldaten der Rheinarmee, die sich im Ballhaus amüsierten.

Heute werden im herrlichen Gebäude gleichsam kleine Brötchen gebacken. Bis zum Sonntag gibt es ein „Kunst-Cocktail“ mit Bildern, Fotos, Objekten, Live-Musik und Lesungen. Interessant ist dabei, dass der Organisator Peter Holzwig die Präsentation seiner Bilder der Lichtregie im Raum anpasst. Er führt auch am Sonntag, 15 Uhr, durch die Schau. Ab 14. August, 16 Uhr, zeigt Hermann Ufer Fotos von Baumschäden und Baumbrüchen nach dem Sturm Ela.

Die Zeiten jedoch, da das Ballhaus vom Kulturamt verwaltet wurde und wichtigen Künstlern wie Danica Dakic zur Verfügung stand, deren Schau auch nachts durch die Scheiben zu sehen war, gehören der Vergangenheit an. Ein Lichtblick war die Ausstellung des Glaskünstlers Klaus U. Hilsbecher mit  der Glaskünstlervereinigung NRW, weil Glas in den Räumen gut zur Geltung kommt.

Heute wird der Saal vom Gartenamt verwaltet. Dort ist man guter Dinge, schließlich ist das Gebäude bis Ende 2016 vermietet. Wer es haben will, kann sich in eine Reserve-Liste eintragen, ist aber für die 220 Quadratmeter große Fläche selbst verantwortlich. Nach Auskunft der Stadt kostet die Location 18,90 Euro pro Tag, zuzüglich einer Pauschale von 5 Euro für Stromkosten und 15 Euro für Heizkosten. Mit dem Programm kann sich verständlicherweise kein Gartenfachmann auseinandersetzen.

Das Gartenamt glaubt allerdings nicht so recht an seine Location, denn beim Internet-Auftritt zum Nordpark erwähnt es das Ballhaus gar nicht erst. Das ist zu wenig für so einen tollen Ort. Im Oktober 2011 jedenfalls gab es eine Kunstausstellung mit vielen Teilnehmern. Auf einmal ertönte Musik, und spontan begannen die Gäste zu tanzen – fast wie in „Clärchens Ballhaus“ in Berlin.

Hadamar, die Stadt des Glases

19.09.2013 Nicht wie geplant in der Schlossaula, sondern in der Stadthalle begann die offizielle Eröffnung der Hadamarer Glaswoche. Über 200 Gäste waren zu der stimmungsvollen Feier gekommen. Im Anschluss gab es auch Gelegenheit, die Vernissage zum Hadamarer Glaspreis in der ehemaligen Fürstenwohnung zu besuchen.

Was haben Zahnräder aus Glas mit Zeit zu tun? Diese und andere Fragen können sich Betrachter des Kunstwerks „Zeit“ des Düsseldorfer Künstlers Klaus U. Hilsbecher stellen.

 

Glaspfad soll an der Tauber entstehen

Projekt: Marianne Tazlari und Wertheimer Betriebe wollen den Werkstoff im Stadtbild präsenter machen

 Wertheim 17.11.15  Dienstag, 17.11.2015 - 00:00 Uhr

Das Glas ge­hört zu Wert­heim wie Main und Tau­ber, die Burg oder die Fluss­k­reuz­fahrt­schif­fe. Den Werk­stoff, der ei­ne der Haupt­säu­len der Wert­hei­mer Wirt­schafts­kraft ist, will Ma­rian­ne Taz­la­ri im Stadt­bild stär­ker ins Blick­feld rü­cken. Ide­en gibt es ge­nü­gend - und Mit­st­rei­ter hat die Di­rek­to­rin des Glas­mu­se­ums eben­falls.
Außerdem hat sich am vergangenen Mittwoch Klaus U. Hilsbecher bei Tazlari gemeldet. Auch der Düsseldorfer Glasgestalter hat eine Idee - und zur Umsetzung um mehr Rohmaterial angefragt.
Bleibt die Frage: Wo die weiteren Kunstwerke aufstellen? Ein Vorschlag wäre die linke Tauberseite. Die Idee weckte im September Sympathien bei den Mitgliedern des Bauausschusses. »Es hat mich gefreut, dass sich da etwas bewegt«, so Tazlari.